Wochenplanung vs. Monatsplanung oder doch beides?

Meine aktuelle Wochenplanung

Das Bullet Journal ist unstrukturiert? Gut, dann sorge doch einfach für deine eigene Struktur! Natürlich sind nicht alle Seiten gelayoutet, wie es bei handelsüblichen Kalendern der Fall ist. Dafür kannst du dir dein Bullet Journal so gestalten, wie du es magst. Und genau da liegt auch seine Stärke. Neben meiner Tagesplanung sind zwei Übersichten für mich entscheidend, die mir persönlich eine klare Struktur geben: eine Wochen- und Monatsübersicht. Viele entscheiden sich für die eine oder andere Variante, ich habe beide im Einsatz. Warum, das erkläre ich dir jetzt!

Ich habe für mich persönlich hin und her getestet. Klar ist, Ryder Carroll empfiehlt nur eine Monatsübersicht und die tagesaktuellen Einträge. Dazu vielleicht noch ein Future Log und fertig ist das minimalistische Setup seines Bullet Journals. Am Anfang jeden Monats setze ich meine Monatsplanung auf. Irgendwie schaffe ich es häufig nicht schon rechtzeitig zum Monatsende und bin dann immer etwas unter Zeitdruck…

Monatsübersicht: Nahe am Standard und doch individuell

Mir reichen aber Einträge für jeden Tag gefolgt vom ersten Buchstaben des jeweiligen Wochentags. Es sieht in etwa so aus. Im Moment schreibe ich noch ein paar Ereignisse auf, auf die ich mich besonders freue. Außerdem notiere ich für mich, was mir wichtig ist. Diesen Input habe ich aus dem „Klarheit“-Journal meiner Frau übernommen. Für mich ergibt sich dadurch noch mal ein besonderer Fokus und Vorfreude auf den neuen Monat.

Meine aktuelle Planung für den Monat Juli
Mein „neues“ Layout für den Monat Juli

Direkt neben meinen Monatseinträgen nutze ich einen Habbit-Tracker. Häufig geht dieser über die ganze Seite, im Juli teste ich es aber mit einem Fokus auf max. 10 Gewohnheiten, die ich direkt neben meinen Monatsereignissen tracken möchte. Direkt daneben habe ich meine Aufgaben, damit diese im Blick bleiben und nicht auf der dritten Seite des Monats verschwinden. Hier bin ich aber noch nicht ganz glücklich, wie es derzeit ausschaut… Daher habe ich mich für den neuen Monat entschieden, nur zwei Seiten zu nutzen (s.o.), wo auch gleichzeitig ein kurzes Review stattfinden kann. Dabei stelle ich mir vier magische Fragen:

  • Was ist gut gelaufen?
  • Was ist schlecht gelaufen?
  • Was habe ich gelernt?
  • Was möchte ich im nächsten Monat ändern?

Wie schon in meinem Beitrag zum minimalistischen Setup oder meinen ersten Erfahrungen mit Notion geschrieben, unterteile ich meine Gewohnheiten und Aufgaben in folgende Oberkategorien, die ich im Gleichklang halten möchte. Denn mein Leben besteht nicht nur aus einem Bereich:

  1. Mind
  2. Body
  3. Finanzen
  4. Beziehungen

Normalerweise müsste ich diese Bereiche noch einmal untergliedern. In meinem Kopf mache ich das, aber in meinem Bullet Journal wäre das zu unübersichtlich…

Vorteile und Nachteile: Monatsansicht

VorteileNachteile
Adlerblick auf deine Prioritäten und EventsWenig Platz für Tageseinträge
Offizielles Layout & „Vorgabe“ von Ryder Carroll
Review am Ende des Monats ist einfacher
Projekte lassen sich in Teilprojekte splitten
Habbit-Tracker ist integrierbar

So schaut meine Wochenplanung aus

Ausgehend von der Monatsübersicht plane ich meine einzelnen Wochen, meist zum Ende der Arbeitswoche und dann noch einmal am Sonntag. Auch hier mache ich für mich ein kleines „Mini-Review“ und trage wichtige Ereignisse ein. Diese Wochenplanung erfolgt auf einer Doppelseite und gibt mir Platz für jeden einzelnen Tag, meine vier Lebensbereiche sowie kleinere Projekte, die ich gerade durchführe. Dazu habe ich noch Platz für einen „Mini-Tracker“, wenn ich in einer Woche unabhängig vom großen, monatlichen Habbit-Tracker etwas im Blick haben möchte. Eine kurze Übersicht der Folgewoche und Platz für eine Rückschau runden meine Wochenplanung ab.

Meine leere Wochenübersicht zum Ausdrucken
Das ist meine aktuelle Wochenansicht ohne Einträge als Vorlage für dich.

Und schon bin ich gerüstet für eine neue Woche. Aus meiner Wochenplanung ziehe ich dann meine ToDos und Termine für die Tagesplanung. Das gibt mir ein Gefühl von Planungssicherheit. Bei meinem kurzen Tagesrückblick kann es dann sein, dass einzelne Aufgaben oder Termine in meine Wochenansicht migriert werden. Zum Ende der Woche habe ich dann einen schönen Überblick, wie diese gelaufen ist, um in einer Rückschau meine Learnings festzuhalten.

Vorteile & Nachteile: Wochenansicht

VorteileNachteile
– Klare Fokussierung für jede einzelne Woche– die Grundprinzipien des Bullet Journalings sehen keine Wochenansicht vor
– Projekte lassen sich vom Monat auf einzelne Wochen runterbrechen– muss jede Woche neu erstellt werden
– Termine lassen sich aus dem Kalender in die Wochenansicht übernehmen– teilweise doppelter Pflegeaufwand (Monat / Woche)

Fazit

Mein Ziel ist es, jeden Tag etwas zu lernen und alle wichtigen Aufgaben und Termine festzuhalten. Mein Gehirn arbeitet einfach besser mit Hilfe dieser handschriftlichen Notizen. Ich habe dabei auch mehr Spaß an meiner Planung, als es mit Online-Tools der Fall ist. Zudem hilft es mir dabei, meine neuen Grundprinzipien des Essentialismus einzuhalten, um einen vollen Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge zu richten. Die Monatsübersicht ist für mich entscheidend, um am Ende des Monats für mich bewerten zu können, was ich geschafft habe und ob ich dabei erfolgreich war. Meine Learnings sind genauso wichtig wie meine Erfolge. Mit Hilfe der Monatsplanung habe ich den großen „Adlerblick“, der meine Wochenplanung unterstützt und mich im täglichen Kampf mit meinen Terminen und Todos leitet. Abschließend gebe ich dir noch ein paar kleine Hacks mit auf dem Weg, mit denen du direkt beginnen kannst!

Womit kannst du gleich jetzt starten?

  1. Teste im nächsten Monat einfach eine Monatsübersicht zusammen mit einer Wochenansicht. Wenn du magst, kannst du dafür mein Layout nutzen.
  2. Mache nach deiner ersten Woche ein Review und stelle dir diese „mächtigen“ Fragen
    1. Was hat mir Energie gebracht?
    2. Was hat mir Energie geraubt?
    3. Was lief besonders gut?
    4. Was lief schlecht und was habe ich daraus gelernt?
  3. Ziehe für dich ein Monats-Resümee nach 30 Tagen und schaue, ob es dir etwas gebracht hat.

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