Evernote-Challenge: Chaotisch, aber doch mit Struktur (Woche 3-4)

In der letzten Woche war ich im Urlaub und habe deshalb kaum Notizen erstellt. Mittlerweile bin ich aber wieder voll eingestiegen. Nach nun vier Wochen will ich diese Challenge gerne abschließen, um mich neuen Artikeln zu widmen.

Das ist mir in den letzten beiden Wochen aufgefallen

Ich verlinke immer häufiger in Evernote, gerade was meine beruflichen Notizen betrifft. Auch wenn es nicht wirklich intuitiv ist, aber es funktioniert. Dadurch entsteht ein Netzwerk mit schnelleren Zugriffszeiten, aber natürlich ohne ein grafische Ansicht („Graph-View“). Ich fasse meine Bücher für mich mit der Progressive Summarization Technik von Tiago Forte zusammen. Das klappt sehr gut von unterwegs bzw. ohne an meinem Laptop zu sitzen. Ich fokussiere mich auf einzelne Notizen, die ich basierend auf diesen Notizen erstelle. Es ist befreiend, wenn ich nicht die ganze Zeit über einen Zettelkasten nachdenken muss.

Ich erstelle schnell meine Notizen ohne auf ein bestimmtes Format zu achten. Mir kommt es also auf Geschwindigkeit an und die verschiedenen Integrationen:

  • Quick-Widget zur Schnelleingabe auf meinen Android-Handy
  • Weiterleiten von E-Mails an meinen Account
  • Automatisierung mit Readwise und IFTTT

Ich habe meine PARA-Struktur, die einen groben Rahmen vorgibt, alles andere ist sehr „unordentlich“. Was ich in einem Tweet von Tiago Forte so noch mal verdeutlicht habe, denn mein Second Brain wirkt nach Außen sehr organisiert, die Notizen sind aber häufig chaotisch. Wichtig ist, dass ich einen Platz bzw. eine Struktur habe, wo die Informationen abgelegt werden. Alles andere ergibt sich von selbst. Ich verwalte nicht nur Notizen zu meinen Artikeln in meinem Second Brain, sondern speichere immer häufiger Informationen, die mir im Alltag begegnen. So plane ich bereits unterbewusst den nächsten Urlaub und lasse ein Notizbuch zum Thema Sylt und Italien entstehen…

Das werde ich beibehalten

Evernote ist mein Second Brain mit allen möglichen Inhalten, die sich nicht nur auf einen Lebensbereich wie diesen Blog beschränken. Das werde ich ach weiter so handhaben, obwohl ich mit dem Gedanken spiele, vielleicht einmal testweise einen Monat auf Obsidian zu gehen und dann das Beste aus beiden Welten zu kombinieren. Ich habe zuletzt wieder mehr handschriftliche Notizen gemacht, weil ich nicht alles digital gespeichert habe.

Ich stelle mir gerade die Frage, ob ich Obsidian wieder in mein Tool-Stack aufnehmen soll oder bei meinem Setup bleibe. Denn gerade zum Erstellen von Texten ist Obsidian eigentlich das bessere Tool, gleiches gilt auch für die täglichen Notizen. Dagegen spricht, dass Evernote das bessere Rund-um-Paket hat und ich nicht ständig überlegen muss, welche Plugins ich ausprobieren und benutzen könnte. Das nimmt mir Entscheidungen, denn bei Evernote liegt der Fokus wirklich auf den Notizen.

Fazit

Es ist ein schönes Gefühl, wenn ich meinem Setup zu 100% vertrauen kann. Das gelingt mir aber nur, wenn ich mit meinen Notizen nicht verschiedene Systeme pflegen muss. Gerade gestern habe ich eine alte Notiz zur Bepflanzung unserer Terrasse gesucht, die tatsächlich noch in Notion gespeichert war. Bis ich diese Info gefunden hatte war das Telefongespräch schon wieder frustriert beendet. Ich wünsche mir, dass ich zukünftig das eine System habe, wo ich diese Informationen speichern werde

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