Lernen lernen: Zusammenfassungen, Mindmaps und Lernstempel

Für mich ist der Leseprozess nach dem Zuklappen eines Buches noch nicht abgeschlossen. Denn ich will mir möglichst viele Inhalte merken und am besten einige der Ratschläge umsetzen, um für mich den größtmöglichen Lerneffekt mitzunehmen. Dafür nutze ich Zusammenfassungen (digital oder handschriftlich) sowie Mindmaps. Wie mein Prozess genau ausschaut und welche Tools ich einsetze, erläutere ich in diesem Blogbeitrag.

Zusammenfassungen in Notion

Ich habe mir angewöhnt, meine Bücher mithilfe einer handschriftlichen Mindmap zusammen zu fassen. Allerdings habe ich für mich häufig einen „Schmerz“ entwickelt, wenn ich ein Buch gelesen habe und im Nachhinein meine handschriftlichen Notizen anfertigen „musste“. Dabei habe ich einige Zeit gebraucht, um diesen Prozess in Gang zu bringen.

Dennoch hat es jahrelang sehr gut funktioniert, da ich meine Mindmaps in regelmäßigen Abständen wieder angeschaut und überflogen habe. Ich habe mir quasi unterbewusst ein Repetitive Learning-System angeeignet, obwohl mir die Bedeutung eigentlich erst seit kurzem klar geworden ist…

Im Zuge meiner Arbeiten an meinem Second Brain in Notion, habe ich auf Empfehlung einiger Autoren damit begonnen, direkt meine Notizen in meinen eigenen Worten nach jedem Kapitel zu verfassen. Mithilfe des Progressive Summarization von Tiago Forte macht es mir Spaß, in unterschiedlichen Schritten erst die wichtigsten Passagen zu „fetten“ und dann in einem weiteren Prozess noch mal zu „highlighten„. Eingebunden in meinem PARA-Setup, inspiriert von Khe Hy habe ich einen Prozess geschaffen, um auch diese Notizen regelmäßig zu reviewen. Wenn ich mit meinem Kindle lese, mache ich das mit dem Tool Readwise.

Notizen per Hand erstellen

Anfangs habe ich alle Notizen aus meinen Büchern handschriftlich auf 2-3 Seiten erstellt. Zum Merken war das sicherlich sehr gut, aber es hat mir wenig Freude bereitet und eher Stress verursacht, diese Notizen nach dem Leseprozess noch anzufertigen. Viel lieber wollte ich meistens direkt mit einem neuen Buch beginnen. Der Reiz des Neues ist halt meistens etwas interessanter. 😉 Der Abschluss meiner handschriftlichen Notizen war stets eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte auf einer DIN A4-Mindmap oder auf einer Seite bzw. Doppelseite in meinem Bullet-Journal. Per Scan der Evernote-App sind diese Aufzeichnungen in meinem Account gelandet und wurden dort mit einem Erinnerungsdatum für den nächsten Review-Zeitpunkt markiert. Dafür habe ich unterschiedliche Zeitpunkte notiert, an denen ich meine Mindmap begutachten wollte.

Review-Zyklen (Tabellen-Layout inkl. Erinnerungen in Notion)

Mein „Lernstempel“, wie ich ihn so schön nenne, beinhaltet eigentlich nur die Rhythmen für meine einzelnen Reviews. Diese Daten habe ich selbst irgendwo mal im Netz gefunden.

Meine „Lernstempel“ mit den Wiederholungsrhythmen

Die Reviews hören danach jedoch nicht auf. Meistens setze ich das nächste Datum auf +6 oder +12 Monate. Bei Büchern, die mein Herz nicht so stark berührt haben, beende ich den Prozess an der Stelle gerne auch mal. Dennoch habe ich mindestens 1-3 Learnings, die ich trotzdem für mich ziehen kann.

Mittlerweile ploppen diese Erinnerungen in Notion auf. Manchmal ist das etwas stressig, weil ich es teilweise nicht schaffe, immer alle Mindmaps direkt noch einmal zu „lesen“. Es sammeln sich dann häufig mehrere Notizen an, die es nach und nach abzuarbeiten gilt.

Xmind im Test

Derzeit mache ich für mich einen kleinen Test. Ich fasse meine aktuellen Bücher gerade mit dem kostenlosen Tool Xmind zusammen und erstelle beim Lesen kleinere Notizen mit meinem Handy in Form einer größeren Mindmap. Diese Dateien lade ich über Google Drive auf meinen Rechner, wo ich ebenfalls Xmind als Programm installiert habe. Damit lassen sich Markdowns generieren, die ich dann in Notion importieren kann. Allerdings bin ich bei diesem Prozess noch im Feintuning und selbst am lernen. Gerne verbinde ich Sport und Lernen. 😉

Fazit

Mein Prozess ist noch nicht 100% ausgereift. Ich habe es lange mit handschriftlichen Notizen gemacht und die Mindmaps in Evernote digitalisiert. Diese Zusammenfassungen haben aber immer einen „Pain“ bei mir erzeugt und mich prokrastinieren lassen… Deshalb habe ich mir gedacht, ich probiere etwas anderes. Im Moment fahre ich echt gut mit Xmind und den Zusammenfassungen in Notion, die dann direkt in meinem Lernsystem landen.


Womit kannst du gleich jetzt starten?

  1. Installiere die kostenlose Xmind-App
  2. Lese ein Buch oder ein Text, der die etwas bedeutet und fasse diesen in einer kleinen Mindmap zusammen.
  3. Setze dir Reminder, damit du die Mindmap erneut verinnerlichen bzw. wiederholen kannst.

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