Wie eine Karteikarte mir hilft, meine Quartalsziele nicht zu vergessen

Karteikarten: meine Quartalsziele

Ich habe mich zuletzt immer wieder gefragt, wie ich meine Quartalsziele sichtbar machen kann. Natürlich ist es möglich, diese schön in einer Notiz auf dem Smartphone zu „verstecken“, so wie ich es bisher getan habe oder diese irgendwie sichtbarer zu positionieren.

Mir ging es dabei weniger um mehr Produktivität, sondern darum, meine Ziele im Alltag präsent zu halten. Für mich hängt diese Frage eng mit einem größeren Thema zusammen: Ordnung im Kopf – nicht im Sinne von Produktivität, sondern als Möglichkeit, Gedanken und Ziele im Alltag präsent zu halten.

Karteikarte mit Quartalszielen ins Bullet Journal integrieren

Ein Bullet Journal kann ein sehr guter Ausgangspunkt sein, um Ziele sichtbar zu machen und laufend zu überprüfen. Wie ich mit dem Bullet Journal starte und es alltagstauglich nutze, habe ich hier beschrieben: Keine Ausreden: Jetzt mit Bullet Journal starten (eine Anleitung).

Im 4. Quartal 2025 habe ich damit begonnen, diese auf eine kleine Karteikarte zu schreiben und in mein Bullet Journal zu legen.

Einerseits werden die Ziele durch das Aufschreiben per Hand besser im „Kopf“ verankert, weil ich diese einmal physisch formuliert habe. Andererseits bleiben sie sichtbar. Durch die regelmäßige Wiederholung und das Abhaken habe ich zumindest im letzten Quartal davon mehr umgesetzt.

Klar schaffe ich nie alles, aber das hängt auch manchmal damit zusammen, dass ich mir für Ziele setze, die vielleicht nicht richtig ausformuliert oder einfach zu groß für so eine kleine Zeitspanne sind. Andere Ziele schaffe ich seit Monaten nicht umzusetzen, weil es an anderer Stelle hakt…

Leseempfehlung: „The 12 Week Year“

In diesem Zusammenhang möchte ich ein Buch erwähnen, dass mir geholfen hat: „The 12 Week Year“ von Brian P. Moran und Michael Lennington. Dadurch habe ich verstanden, warum lange Zielzeiträume für mich nicht funktionieren und warum kürzere Zyklen realistischer sind.

Dadurch ist mir bewusst geworden, dass ich anstatt auf einen Jahresrhythmus zu achten, besser meinen Fokus auf kürzere Zeitspannen richte. Im Buch ist die Rede von „12 Wochen“, ich habe es aber für mich auf die jeweiligen Quartale adaptiert.

Somit kann ich Ziele oder Gewohnheiten in viel kürzeren Rhythmen anpassen anstatt auf einen Jahreswechsel zu warten. Alle drei Monate betrachte ich kurz meine verschiedenen Lebensbereiche und überlege mir, welche kleinen Ziele ich mir für den nächsten Zeitraum in einzelnen Bereichen vornehme.

Dabei bin ich auf die Idee gekommen, einfach meine Ziele auf eine Karteikarte zu schreiben. Häufig liegt diese Karteikarte dann neben meinem Laptop oder meiner Arbeitstastatur.

Ziele auf digitalen Notizen haben für mich nicht funktioniert

Ich war noch nie ein Freund, diese Ziele irgendwie digital festzuhalten. Ich habe es mit Kanban-Boards in Trello, Notizen in Notion, Evernote und Obsidian oder im Taskmanager Todoist probiert. Aber ich bin irgendwie viel zu selten zu diesen Zielen zurückgekehrt und habe sie reflektiert. Die Ziele waren dann digital gespeichert, aber das war es dann auch…

Für mich funktioniert dieser Ablauf gut, weil er sichtbar, einfach und schnell überprüfbar ist. Mein aktueller Prozess sieht dabei ganz schlicht so aus:

  • Ich notiere meine Ziele auf eine Karteikarte
  • Die Karte liegt sichtbar in meinem Bullet Journal
  • Über das Quartal hake ich Erledigtes ab
  • Nach drei Monaten reflektiere ich kurz
  • Zum Schluss fotografiere ich die Karte ab und lege sie in Obsidian ab

Jetzt schaut mein Prozess so aus, dass ich meine Karteikarte nach den drei Monaten nochmal überprüfe, reflektiere und anschließend kurz abfotografiere. Dann landet dieses Bild in meinen Obsidian-Notizen.

Das Tolle ist, dass ich eine Vorder- und Rückseite habe. Diese kann ich für private und berufliche Ziele nutzen und habe somit in beiden Lebensbereichen den entsprechenden Überblick.

Fazit: Probiere es einfach mal aus

Am Ende eines Jahres, so der Plan, kann ich dann grob sehen, was ich erreicht habe. Dafür sollten dann vier Karteikarten ausreichen. Ich bin gespannt, ob ich es tatsächlich durchziehen werde. Derzeit liegen die Karten auf der letzten Seite in meinem Bullet Journal, wo auch eine kleine Tasche für solche Dinge enthalten ist.

Es ist auf jeden Fall ein schönes Gefühl, wenn ein Ziel durchgestrichen werden kann. Das ist es, was ich an meinen Aufgaben in meinem Bullet Journal liebe, wenn ich das „x“ setzen kann.

Was hält dich davon ab, mit dem Journaling auf Papier zu beginnen? Denkst du etwas, du bist komplett digital und brauchst den ganzen Kram nicht? Dann probiere es doch trotzdem einmal aus.

Tipps

Womit kannst du gleich jetzt starten? 3 Tipps auf die ✋

  1. Besorge die eine Karteikarte.
  2. Notiere maximal 3 Ziele für das kommende Quartal.
  3. Formuliere sie so, dass du sie abhaken kannst.

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