Warum es sich lohnt, auch ein zweites Mal an BASB teilzunehmen

Building a Second Brain ("BASB")

Der absolute Vorteil des Online-Kurses „Building a Second Brain“, kurz BASB, ist bis zur letzten Kohorte gewesen, dass jeder Teilnehmer unbegrenzten Zugriff auf zukünftige Kohorten hat. Es war natürlich ein hohes „Anfangsinvest“, aber schon mit der zweiten Teilnahme habe ich die Kosten mehr als raus. So habe ich weitere wichtige Learnings gesammelt und meine Kenntnisse vertieft.

Bereits nach der ersten Teilnahme habe ich mich auf ein einziges Notiztool fokussiert und bin wieder zu Evernote zurückgekehrt. In der Zwischenzeit hatte ich einen heftigen Flirt mit RoamResearch und bin nach der Kohorte wieder komplett zurück zu Evernote. Denn ich habe für mich festgestellt, dass ich beide Tools nicht in dem Maße genutzt habe, wie es eigentlich gerechtfertigt wäre.

Der große Vorteil von Evernote ist einfach, dass Tiago Forte es ebenfalls nutzt und seine Workflows vorstellt. Das ist ein guter Aufhänger, um zu starten. Ich persönlich benötige bei neuen Systemen und Workflows erst einmal eine Vorgabe, ehe ich individualisiere. Dabei habe ich gelernt, dass ich anscheinend das gleiche Chaos brauche, um in die Umsetzung zu kommen.

PARA macht vieles einfacher

Eine enorme Arbeitserleichterung war in den letzten Wochen und Monaten die Anwendung des PARA-Setups auf diesen verschiedenen Endgeräten:

  • Evernote
  • Google Drive (Macbook)
  • Persönliche Dateien (2. Laptop)

Durch die Vereinheitlichung und gleiche Benennung stellt sich eine tiefes Vertrauen ein, dass ich in mein System habe. Tiago Forte spricht immer davon, dass er beim Surfen und der täglichen Arbeit sinnbildlich „Fischernetze auswirft“ und interessanten Inhalte für später speichert. Wer weiß schon, in welcher Kombination diese noch einmal interessant werden? Diese Metapher ist so wunderbar und verbildlicht meinen aktuellen Workflow. Weil sich dabei natürlich auch viele Inhalte ansammeln, die ich nicht für zukünftige Projekte benötige, mache ich das Capturing weiterhin in Evernote.

Ich nutze Evernote jetzt seit Jahren, allerdings fehlt mir seit meinem Experiment mit Roam auch etwas. Denn wie verwalte ich am besten meine täglichen Notizen? Ordner- oder Notizbuchbasiert finde ich nicht die beste Lösung, zumal ich meine Notizen gerne miteinander vernetzen möchte. Für diesen Bereich habe ich einen Test mit dem in der privaten Version kostenlosen Obsidian laufen, das bei mir in den letzten beiden Wochen einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Aber an anderer Stelle werde ich darüber ausführlicher berichten.

Bewussterer CODE-Workflow

In diesem Artikel soll es ja um meine Learnings bei BASB gehen. Für mich habe ich festgestellt, dass ich mein Bewusstsein für CODE schärfen muss. Dabei handelt es sich um ein Akronym mit folgender Bedeutung:

  • Capture (Aufnahmen)
  • Organize (Organisieren)
  • Distill (Destillieren)
  • Express (Ausdrücken)

Ich war bisher ganz gut in Schritt eins, dem Aufnehmen von Inhalten. Mein PARA-Setup in verschiedenen Systemen unterstützt mich bei einem einheitlichen Workflow, um dem Endziel näher zu kommen, mehr Inhalte aus meine Ideen-Fabrik, dem Second Brain, mit meinen eigenen Gedanken und Ideen zu schaffen. Mittlerweile fällt es mir schon viel leichter, neue Inhalte zu erstellen und auf verschiedenen Kanälen zu veröffentlichen. Allerdings denke ich immer noch über bessere Prozesse, s. Experiment mit Obsidian, nach. Das Ziel kann nur sein, mehr zufällige Kombinationen meiner gespeicherten Inhalte aufzudecken und neuen Content daraus zu erstellen!

Fazit: Vertiefen und 💯 Vertrauen

Die zweite Kohorte von BASB war klasse, um Workflows und Prinzipien zu vertiefen und über mein eigenes Setup nachzudenken. Was ist mein eigentliches Ziel, das ich mich meinem Second Brain erreichen will?

Mir ist klar, ich brauche ein hundertprozentiges Vertrauen und möchte Inhalte schaffen, die andere Menschen inspirieren. Eine Voraussetzung dafür ist, meine Notizen und Gedanken regelmäßig zu überarbeiten, damit mein zukünftiges Ich einen Vorteil daraus ziehen kann. Ich finde es herrlich, wie Tiago Forte vorgeht und sein Just-in-time-Projektmanagement nutzt, um an seinen Notizen zu arbeiten, wenn diese gerade relevant sind!

Denn eines funktioniert bei mir einfach gar nicht: eine geplante progressive Summarization von Inhalten, die für mich im Moment nicht den großen Stellenwert haben…

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