So benutze ich mein Second Brain im Alltag (ohne Overthinking)

Digitale Notizen richtig erstellen

Das größte Hindernis beim Notizenmachen ist für mich nicht das Schreiben. Es ist das Nachdenken darüber, wo eine Notiz hingehört.

Daher ist meine Ordnerstruktur bewusst einfach gehalten. Viel wichtiger sind für mich die täglichen Gewohnheiten und Links.

Ideen festhalten

Dadurch entsteht eine neue Hierarchieebene und die Ablage in einer komplexen Ordnerstruktur wird fast überflüssig.

Wunderbar funktionieren für mich meine diversen Notiz-Vorlagen. Mit wenigen Tastenkombinationen kann ich diese auswählen. Alle neuen Notizen landen in einer Inbox, von der ich diese später (bei Bedarf) weiterverarbeiten kann. Hier entscheide ich dann, ob es sich lohnt, eine Notiz zu behalten oder ggf. wieder zu löschen.

Unterwegs weiterarbeiten

Zwischendurch ist mein iPhone das Gerät, mit dem ich Notizen im Alltag verwalte.

Sei es beim Arzt oder im Fitnessstudio. Ich kann schnell mein Handy rausholen, eine Notiz erstellen oder nach einer bestimmten Notiz suchen. So habe ich alle meine persönlichen Arztberichte immer bei mir und kann diese auf Knopfdruck vorzeigen oder mir selbst ein paar weitere Gedanken aufschreiben. Auch meinen Fitnessplan habe ich zur Hand, wenn ich eine Übung bzw. Wiederholungszahl nachschauen will.

Wichtig ist nur, dass alle meine Notizen im Alltag stets miteinander synchronisiert werden.

Das funktioniert mittlerweile sehr gut mit dem automatischen Service von Obsidian s. Dafür bin ich gerne bereit, ein paar Euro im Monat zu bezahlen. Denn ein funktionierender Sync ist das A und O eines gut laufenden Second Brains.

Morgens und abends zurückkehren

Wichtig ist und bleibt aber, nahezu jeden Tag in meinem System zu arbeiten. Ich mache das meistens einmal morgens und abends. Ich öffne Obsidian übrigens nicht mit dem Gedanken: „Ich muss heute Notizen erstellen.“

Damit meine ich jedoch nicht nur das Erfassen neuer Notizen. Auch das „Veredeln“ für mein zukünftiges Ich spielt hierbei eine wichtige Rolle. Damit meine ich: Ich ergänze Beispiele, setze Links oder formuliere Gedanken verständlicher, damit ich sie Monate später noch nachvollziehen kann. Ich nehme mir täglich am Morgen zumindest ein paar Minuten für mein Journaling und schaue in meine Notizen.

Mein Startpunkt ist jeweils meine tägliche Notiz, von der ich durch das Interstitial Journaling auch viele Absprünge habe.

Gleichzeitig sehe ich meine aktuellen Efforts oder kleinere Projekte, die ich gerade umsetze. Besonders motivierend ist für mich, wenn ich täglich sehen kann, welche Notizen ich alle angepasst habe. Dann fällt es mir noch leichter, manchmal einfach nur kleine Änderungen innerhalb der Notizen zu machen.

Fazit: es kann so einfach sein

Du siehst also: das tägliche Arbeiten im Second Brain ist eigentlich der Trick. Statt ständig darüber nachzudenken, wo eine Notiz später abgelegt wird, erfasse ich diese einfach zwischendurch und entscheide später, wo ich diese ablege. Dadurch komme ich gar nicht in einen Prozess des Overthinking.

Vielleicht ist genau das der Unterschied: Mein Second Brain nimmt mir das Denken nicht ab. Es schafft nur einen Ort, an den ich jederzeit zurückkehren kann. Und genau deshalb muss ich im Alltag weniger nachdenken, wo etwas hingehört.

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