Es ist so weit: ein neues Bullet Journal muss her

Neues Bullet Journal in 2021

Neun Monate sind im Jahr 2021 vorbei und es wird für mich Zeit, ein neues Bullet Journal zu starten. Ich habe pünktlich zum Jahresbeginn angefangen und stehe nun vor der Frage, was hat funktioniert und was hat nicht? Welche Inhalte möchte ich digitalisieren und in mein Second Brain überführen?

Eins merke ich deutlich: ich erstelle immer mehr Notizen direkt in einem meiner Online-Tools. Ich habe ja darüber berichtet, dass ich Roam getestet habe und jetzt das gleiche mit Obsidian mache, hier gibt es mehr zu meinem Test mit Obsidian. Und im Hintergrund läuft ja noch mein Evernote-Premiumaccount, den ich gerade nach den vielen Verbesserungen in diesem Jahr verlängert habe. Denn die Basis meines PARA-Setups bildet einfach Evernote.

Interstitial Journaling hilft mir über den Tag

Für das tägliche Journaling habe ich mir seit einigen Monaten das Interstitial Journaling angewöhnt, bei dem ich täglich Notizen mit Uhrzeiten erstelle, um meinen Fokus aufrecht zu halten. Somit landen aber auch weniger Notizen in meinem Bullet Journal, das dennoch eine ganz wichtige Rolle in meinem Alltag einnimmt. Denn es liegt immer aufgeschlagen neben meiner Tastatur oder meinem Macbook. Meine grobe Tagesplanung steht dort ebenfalls wie die wichtigsten Todos für den Tag. Ich mag es einfach, abends noch mal auf meine wöchentliche sowie monatliche Übersicht zu schauen, wenn alle Bildschirme bereits ausgeschaltet sind.

Es ist immer wieder eine Freude, das neue Bullet Journal auszupacken.
Es ist immer wieder eine Freude, das neue Bullet Journal auszupacken.


Für mein Unterbewusstsein ist das Notieren per Handschrift ein ganz wichtiger Faktor. Termine geraten seltener in Vergessenheit und auch die wichtigsten Todos bleiben in meinem Kopf, das geschieht meist ganz von alleine.


Ich erstelle allerdings viel weniger Listen meiner „Projekte“. Dafür nutze ich lieber die verschiedensten Online-Tools wie Todoist (privat) oder Asana (beruflich), um einen besseren Überblick zu erhalten. Dennoch gehe ich jede einzelne Seite noch einmal durch. Mein Fokus liegt auf Brainstormings und Mindmaps, die ich in diesem Jahr gemacht habe und denen ich ein digitales Zuhause geben möchte.

Fokus nur noch auf die nächsten drei Monate

Aufkleber verschönern mein Bullet Journal Cover
Seit dem letzten Bullet Journal nutze ich Aufkleber, die mich inspirieren.

Meine Ziele 2021 habe ich teilweise revidiert und gerade mein Leseziel durch meine Challenge bei Ship30for30 (hier gibt es alle meine Ship30for30-Artikel) gecancelt. Ich lese lieber weniger und bewusster, als auf deine reine Anzahl von Büchern zu schauen. Ich merke auch, dass ich in den nächsten Monaten nur noch 3 Monats-Ziele erstellen werde, denn viele Themen haben einfach nicht mehr die Relevanz für mich wie zu Jahresbeginn.

Digitalisieren werde ich auf jeden Fall meine Monatsübersichten mit einem kurzen Review sowie mein Future Log, wo ich ebenfalls einen kurzen Rückblick auf den jeweiligen Monat notiert habe. Im 3. Quartal des Jahres habe ich ein Review gemacht und per Hand notiert, ganz nach dem Schema von Matt Ragland, der mehrere Videos dazu bei Youtube veröffentlicht hat.

Viele Seiten habe ich schon während des Jahres digitalisiert und in Evernote gespeichert. Hierfür gibt es ein eigenes Notizbuch, wenn ich nicht thematisch eine bessere Einordnung machen kann. Alle Seiten, die bereits eingescannt sind, habe ich mit einem „E“ markiert.

Mein Fazit: Darum begeistert mich das Bullet Journal

Alle physischen Notizen sind an einem Platz. Bullet Journaling ist super easy und das Rapid-Logging hat einfache Standards. So habe ich einen tollen Rückblick und kann Inhalte schnell digitalisieren. Ich mag es einfach, keine Vorgaben in meinem Journal zu haben und selbst zu entscheiden, wie neue Seiten ausschauen. Hierbei setze ich aber auf ein ganz minimalistisches Setup, wie ich in diesem Blogbeitrag verdeutliche.

Das Thema Bullet Journaling ist noch immer aktuell für mich, hier stelle ich dir mein Setup vor:

4 Kommentare

  1. Hi Daniel,
    ich bin letztens durch Zufall auf deine Seite gestoßen und seitdem sehr interessiert am lesen. Ich beschäftige mich jetzt auch seit einiger Zeit mit der Frage, wie ich mir einen Workflow aus digitalen und analogen Tools aufbauen kann. Durch Carl Pullein bin ich dann auch auf todoist gestoßen und nutze es angelehnt an seinem Time Sector System. Aber so 100%ig bin ich noch nicht überzeugt. Wie nutzt du todoist und wie hast du es strukturiert?

  2. Hi Christian, danke für deinen Kommentar. Ich habe eine On-Off-Beziehung mit Todoist. Ich habe jahrelang Toodledo genutzt und bin auch gut damit klar gekommen, aber Todoist hat mir auch schon immer gefallen. Ich kenne Carl Pullein und habe auch schon viele Videos geschaut. Mit seinem Time-Sector-System komme ich nicht so ganz klar. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich Todoist vor allem beruflich genutzt habe. Dort setzen wir aber mittlerweile Asana ein, weshalb Todoist nur noch eine nebengeordnete Rolle bei mir spielt. 😉

    1. Vielen Dank für die schnelle Antwort 🙂 das heißt du machst deine komplette Aufgabenverwaltung über dein Bujo (bzw Asana, wenn dich der Job dazu zwingt) ?

      Ich verlasse mich in meinem aktuellen Workflow nämlich sehr stark auf todoist, sowohl privat als auch beruflich, und ich hatte vor kurzem erst den Fall, dass es sich nicht richtig synchronisiert hat und dann fehlten auf einmal Aufgaben, die ich erstellt habe bzw Aufgaben, die ich erledigt hatte waren immer noch in der Liste. Das hat mich ein wenig dazu gebracht meinen Workflow zu überdenken und finde deinen Bujo Ansatz, den du in anderen Beiträgen beschrieben hast sehr interessant!

      1. Sehr gerne. Ich denke, ich schreibe dazu einen Artikel!

        Wie gesagt, nutzen wir beruflich Asana im Team, das hatte ich lange über Plexy (ein Online-Dienst) mit Todoist synchronisiert. Der Dienst ist aber mittlerweile nicht mehr kostenlos und 4 € monatlich dafür war mir zu teuer. Ich habe mir deshalb angewöhnt, im Büro komplett Asana zu nutzen, das ist aber auch mehr eine Notlösung. Wirklich zufrieden bin ich mit dem Tool nicht…

        Todoist nutze ich z.B. für wiederkehrende Tasks, die sind in einem Bujo ja eher schwierig zu hinterlegen. Außerdem kann ich auf die Schnelle Tasks speichern, wenn ich mein Bullet Journal nicht zur Hand habe. Das ist ganz praktisch.

        Dieses Sync-Problem hatte ich zum Glück noch nicht… Das ist auf jeden Fall sehr ärgerlich. Mir tut es übrigens auch gut, die wichtigsten Tasks per Hand aufzuschreiben. Mein Unterbewusstsein erledigt die dann wie von alleine. 😉

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