Das Café am Rande der Welt

An einem regnerischen Samstag habe ich beim Stöbern in der Buchhandlung den Bestseller mit dem Titel “Das Café am Rande der Welt” von John Strelecky entdeckt.

Ich stelle mir selbst oft die Frage nach dem Sinn des Lebens und erhoffte wieder einmal neue Anregungen und Erkenntnisse zu erhalten.

Häufig bin ich von einigen Titeln und Inhaltsbeschreibungen euphorisiert und fange direkt an zu lesen, doch schon nach wenigen Kapiteln musste ich oft enttäuscht feststellen, dass die gut gemeinten Ratschläge und Lebensweisheiten nicht ganz meinen Gedanken und Vorstellungen entsprechen. Vieles hört sich zu gut an, um wahr zu sein …

Doch John Streleckys lebendiges Buch hat mich nicht enttäuscht – im Gegenteil, denn seine Geschichte hat auch meine Seele berührt.

Die Story – über den Sinn des Lebens

John, der nach einer Irrfahrt in einen Kurzurlaub durch Zufall im Café der Fragen landete, wird auf der Speisekarte auf folgende 3 Fragen aufmerksam gemacht:

    1. WARUM BIST DU HIER?
    2. HAST DU ANGST VOR DEM TOD?
    3. FÜHRST DU EIN ERFÜLLTES LEBEN?

Erstaunt stellt er fest, dass er sich genau diese Fragen eigentlich noch nie gestellt hat. Er beginnt nachzudenken und wird durch die sympathischen Kellnerin Casey, dem Inhaber und Koch Mike sowie Anne, einem Gast, auf seiner philosophischen Gedankenreise begleitet. Die erste Frage ändert sich schnell in “Warum bin ich hier?” Hiermit ist nicht die Frage des Ortes gemeint, sondern warum er, John, auf der Welt ist. Die Fragestellung wird nun aus einer ganz anderen Perspektive gesehen und John beginnt sich intensiv mit dem ZDE “Zweck der Existenz” zu beschäftigen.

Berührende Geschichten

Das Buch wird durch berührende Geschichten begleitet, zum einen von der grünen Meeresschildkröte, der Casey auf einer Reise begegnet ist und versuchte hinterher zu schwimmen, sie jedoch kläglich scheiterte, bis Casey begriff, dass die Schildkröte nie gegen die Wellen ankämpfte, sondern die Wellen für sich nutzte und ihre Bewegungen an das Wasser anpasste.

Zum anderen die Geschichte des glücklichen Fischers, der jeden Tag das tat, was ihm Freude bereitete. Dem Geld nicht das Wichtigste im Leben war und seine Zeit täglich nutzte, um sich mit den Dingen zu beschäftigen, die ihm bedeutsam waren.

Zu Guter Letzt auch die Geschichte des träumenden Mannes, der nach etlichen Alpträumen feststellte, dass er durch einen einfachen Positionswechsel seine Änderung selbst bestimmen konnte.

Mich hat besonders die Geschichte des Fischers bewegt, denn an der Intention ist sehr viel Wahres: Wir verbringen alle soviel Zeit damit, uns auf einen Zeitpunkt vorzubereiten, endlich das zu tun, was wir wirklich machen möchten, anstatt es einfach sofort zu tun.

Fazit

Das Buch hat auch meine Gedankenwelt Achterbahn fahren lassen. Mir ist bewusst geworden, dass wir alle unser Leben nach den eigenen Vorstellungen bestimmen können und mehr Dinge tun sollten, die für uns wichtig sind, die uns erfüllen und glücklich machen.

Oft verschwenden wir Kraft mit vielen belanglosen Dingen und Problemen, anstatt die Energie für Positives aufzuwenden.

Das Buch ist für jeden geeignet, der sich auf eine Reise zum eigenen Ich begeben will und bereit ist, einige Punkte in seinem Leben kritisch zu hinterfragen.  Es ist aber auch für diejenigen eine passende Lektüre, die glücklich sein oder bleiben wollen und die sich in Zeiten von alltäglicher Zeitnot und Hektik auf die wichtigen Dinge des Lebens besinnen mögen.

Viel Spaß beim Lesen 🙂

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.