Bullet Journal – eine Offline-Geheimwaffe für den hektischen Alltag

Mein Bullet Journal

Mein Bullet Journal ist eines meiner Geheimwaffen für meine persönliche Weiterentwicklung. Denn mit diesem Notizbuch habe ich alle meine Informationen gesammelt an einem Platz und kann hervorragend, in Zusammenarbeit mit meinem digitalen Tools, Projekte oder einen bestimmten Zeitraum planen bzw. Revue passieren lassen. Doch was ist eigentlich ein Bullet Journal und was steckt genau hinter diesem Trend, der aus den USA nach Deutschland gekommen ist und immer beliebter wird?

Das Bullet Journal kurz erklärt

Ich weiß gar nicht, wann ich das erste Mal mit dem Bullet Journal in Kontakt gekommen bin. Aber wahrscheinlich war es, als ich nach Alternativen für einen Kalender gesucht habe. Ich hatte zwar mal einen Weekview-Kalender für ein paar Monate im Einsatz, aber wirklich anfreunden konnte ich mich mit einem solchen statischen und vom Platz her beschränkten Kalender nicht. Ich brauchte aber dennoch ein Notizbuch, womit ich meinen Alltag besser planen und strukturieren kann. Online-Tools sind mir zwar wichtig und auch als Taskmanager in meinem täglichen Einsatz, aber irgendwas hat gefehlt. Also habe ich mich auf die Suche gemacht hat und die Webseite von Ryder Carrol gefunden. Ich war begeistert von der Tatsache des Rapid Loggings und dass man sich das Journal so gestalten kann, wie man möchte. Ich muss aber dazu sagen, dass ich nie der Künstler war und mich stattdessen auf eine sehr minimalistische Version meines Bullet Journals beschränke. Ich habe mir dann zum Start schnell ein Notizbuch von Leuchtturm bestellt und schon ging es los.

Mein Bullet Journal: Dotted
Anfangs habe ich ein kariertes Notizbuch genutzt, jetzt ein „dotted“ mit Punkten. 😉

Mittlerweile verwende ich mein Bujo, wie ich es liebevoll nenne, nicht nur Zuhause, sondern auch für die Mitschriften im Büro. Alle meine Gedanken und täglichen Notizen landen in dem Buch, somit habe ich eine zentrale Stelle, um die Inhalte zu sammeln. Aber viel wichtiger ist die Möglichkeit eines regelmäßigen Reviews. Das bringt einen in der persönlichen Entwicklung einen deutlichen Schritt nach vorne.

Wie baue ich meine Notizen auf?

Zum Tagesstart oder am Vorabend erstelle ich meine Tagesübersicht mit dem aktuellen Datum. Als Erstes trage ich dann die feststehenden Termine ein, dann die drei MIT (Most important tasks) für den Tag und ein MIT für den privaten Bereich. Das gibt mir eine grobe Struktur. Alle weiteren Notizen aus Telefonaten, Meetings oder einfach nur Gedanken erfasse ich mit Hilfe des von Ryder Carrol vorgestellten „Rapid Loggings“. Für den größeren Überblick und vor allem für meine täglichen Reviews verwende ich zusätzlich ein Wochen- bzw. Monatsschema, das immer ein bisschen variiert und meinen jeweiligen Wünschen angepasst wird, was ja die ganze große Stärke eines Bullet Journals ist. Dazu nutze ich den Index und das Future Log, um zukünftige Monate besser im Blick zu haben.

Verbindung zu meinen digitalen Tools (weil eigentlich offline)

Bullet Journal: Stifthalter nicht notwendig
Tipp: Einen extra Halter für seinen Stift braucht man gar nicht

Als reinen Taskmanager oder für Termine nutze ich mein Bujo eigentlich nicht. Dafür verwende ich Todoist und meinen Google Kalender, um alles Informationen sofort digital hinterlegen zu können, weil ich mein Handy ja doch eher dabei habe als das etwas unhandlichere Notizbuch. Für mein Bewusstsein ist es jedoch immer besser, auch handschriftliche Notizen über den Tag verteilt zu erfassen und hinterher zu reflektieren. Somit ist mein Bullet Journal kein reines Planungstool, sondern eine Unterstützung für jegliche Reviews. Ein weiteres Tool aus diesem Bereich habe ich mit dem 5-Jahres-Buch ja bereits vorgestellt.

Als Digital Native, so würde ich mich eigentlich betiteln, ist das Bullet Journal also ein wichtiges Element, um alle meine Notizen an einem Ort zu bündeln und später gesammelt zu reflektieren, am besten bei meiner täglichen Abendroutine. Am Ende des Monats geht es dann so weit, dass ich bestimmte Seiten (wie die Wochen- und Monatsansichten) digital in Evernote erfasse, und diese somit durchsuchbar mache.

Fazit – Was habe ich bisher gelernt?

Wie schon mehrfach angesprochen, finde ich es besonders wichtig, alle Notizen an einem Ort wiederzufinden. Vor allem die Rückblicke machen ihren ganz besonderen Reiz aus. Wie kann man sonst noch einmal einzelne Tage oder Gedankengänge nachvollziehen, wenn man diese Tools nicht hat? Aber auch die Individualität eines Bullet Journals ist für mich ausschlaggebend. Keine Seite sieht aus wie die andere, wodurch man viel ausprobieren kann und am Ende die Tools/Layouts benutzt, die einem am besten gefallen. Dafür muss man nur eins: einfach loslegen. 😉

Warum möchte ich das Bullet Journal nicht mehr missen?

Häufig liest man, dass viele Frauen ein Bujo nutzen. Für mich ist das aber kein typisch weibliches „Dingen“. Auch für uns Männer ist es ein hilfreiches Werkzeug, um den immer stressiger werdenden Alltag zu bewältigen.

3 Tipps auf die ✋

  1. Kaufe dir ein billiges Notizbuch und lese dir die Grundprinzipien des Bullet Journalings von Ryder Carrol durch
  2. Fange einfach an und habe keine Angst vor Fehlern
  3. Erfasse einfach alles in deinem Buch

 

Nützliche Links zum Thema Bullet Journaling:

www.punktkariert.de (deutscher Blog)
www.bulletjournal.com (amerikanische „Original-Seite“)

 

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